Die 7 Wurzelsünden

und ihre Atelierstaffelei

Jedes Gemälde dieser Serie stellt eine der 7 Wurzelsünden dar. Typographie und klassische Malerei vereint, verweisen hier an die Grundidee Graffitis und nehmen sich dabei in zeitloser Manier dieses immer aktuellen, großen Themas an.

Kaum ein Tier erscheint ausdrucksloser in seiner Mimik als ein Haushuhn - ein wahres Pokerface - und doch, gerade das Huhn schafft pointiert, wie kaum ein anderes Wesen es vermag, den berühmten: „Ein Blick sagt mehr als tausend Worte“ Effekt.

Mit ein wenig Feinjustierung seiner Gestik, besonders der Augengegend, wird das Huhn zu Statement, Vermittler und Ausdrucksform generationsübergreifender menschlicher Zivilisationsbestrebungen.

Trotz ihrer offensichtlichen Einheit, tat ich mir ungewöhnlich schwer mit der passenden Präsentation der 7 unterschiedlich großen Gemälde.

So hing dann eine Zeit lang über dem Esstisch der Hochmut „Superbia“. Neben dem Schreibtisch hing die Völlerei „Gula“. Der Neid „Invidia“ verstaubte zusammen mit dem Zorn „Ira“ in der obersten Ecke meines Lastenregals. Die Gier „Avaritia“ hing in der Küche, die Wollust „Luxuria“ lehnte am Werkzeugschrank und die Trägheit: „Acedia“ hing, passender Weise, im Abstellraum. So vergingen etwa 4 regelrecht zerstreute Jahre…

Und dann war er da - der Tag, an dem meine Atelierstaffelei nicht mehr wollte.

„Gebrauchte Profistaffelei, neuwertig“ tippte ich in die Suchmaschine…

Ich fand zwar nicht genau das, was ich suchte, aber es war jedenfalls Liebe auf den ersten Blick - es war der lang ersehnte „missing link“ zu meinen 7 Wurzelsünden!

Die charmant bezaubernde, filigran anmutende, und dabei ausdauernde Staffeleikomposition, auf der nun meine 7 Sünden präsentiert werden, wurde einst als Bühnenrequisit von dem Künstler, und an der Angewandten Lehrenden „Jakob Scheid“, eigens für die bereits im Jahr 2009 vom avantgardistischen sirene Operntheater aufgeführte Oper „DER MALER BRABANZIO“, gebaut.

Und wenn man nun an das „große Ganze“ glaubt, womöglich auch noch daran, dass vielleicht ja doch „alles eins“ ist, dann ist dieses in der Kleinanzeige als: „Staffelei-Wagen Kunst Theater Requisit für Präsentation oder Atelier“ beschriebene, wahrlich schräge und außergewöhnliche Konstrukt auf Rollen, ja die ganze Zeit schon „da gewesen“:

Brillierend in einer Oper mitspielend, dann wieder geduldig in seiner ihm zugewiesenen Ecke im F23 auf mein handelndes Erscheinen gewartet, hat es nun endlich zu mir gefunden, um für mich mein malerisches Wurzelwerk zu vollenden - als vereinendes Podest für meine 7 Wurzelsünden!

Die beiden „Matchmaker“, die mich und mein einzigartiges ehemaliges Opernrequisit zusammengebracht haben, Kristine Tornquist und Jury Everhartz, Herz, Seele, Macher und Leiter des sirene Operntheater, habe ich natürlich ebenfalls für Immer in mein Künstlerherz geschlossen.

Hier können Sie die Oper und ihre wundervolle Staffelei selbst nacherleben:

copyright: www.sirene.at

PS: Ein wenig weiter ausgeholt hierzu ergänzend kommentiert:

Die schon Jahrtausende währende Rolle des Haushuhns als dankbarer, unkompliziert- genügsamer Begleiter und gackernd-fleißiger Proteinlieferant des Menschen liegt klar auf der Hand, wird jedoch viel zu selten bewusst gewürdigt.
Man stelle sich die Welt einfach mal ohne „Frühstücksei“ vor - das scheint in der heutigen Zeit nichts Besonderes, aber hinsichtlich hochwertiger, sicherer Ernährung und oftmals dem Überleben generell, verdient das Haushuhn unsere tiefe Verneigung für seine bloße Existenz und stete Treue an unserer Seite. Das Huhn und seine Hähne verdienen für ihre Leistungen im Dienste der Menschheit im Gegenzug ein artgerechtes Leben - bitte achten Sie immer darauf beim Einkauf Ihrer Eier und Grilladler.


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