Skating Giacometti

115 x 132 cm - Öl auf Leinen

Das Gemälde „Aldi“ bzw „Skating Giacometti“ illustriert die Herausforderung in der Kunst in das Richtige zu investieren. In welche Richtung man sich orientieren soll - in die altbewährte Museumsschiene, oder in das andere Extrem - Kunst aus dem Supermarkt – die wird gewiss noch kommen, denn Kunst ist nicht mehr nur elitär.


Die Bronzefigur auf dem Skateboard ist tatsächlich der „L’homme qui marche I“ von Alberto Giacometti. Dieser war 2010 das teuerste je versteigerte Kunstwerk auf einer Kunst Auktion.


„L‘homme qui marche“ ist übrigens auch abgebildet auf der 100 Franken Note – Das alleine schon wohl eine Adelung in sich.


Auf diesem Gemälde kommt die Figur gerade aus dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York und sie skated ganz lässig auf einem Skateboard - denn sie kann sich entspannen - sie hat es ja geschafft in den Zenith der Kunstwelt – in das Guggenheim.


Das Guggenheim Museum steht hier für die höchste Instanz der Kunstwelt ein- wer es erreicht hier auszustellen, der hat es als Künstler wirklich geschafft.


Der Zebrastreifen ist eben dieser „rote Teppich“, den der „L‘homme qui marche“ entlang fährt - der Schutzweg des Guggenheims. An dessen Rand hat sich, recht unverfroren und selbstbewusst , das Aldi Schild hingepflanzt. Aldi symbolisiert für mich die Massenware, die sich jeder leisten kann - Ein Blick in die Zukunft der Kunst - Kunst im Supermarkt - Kunst für alle. Da wo alle hingehen- wo Geld nicht eine solche Rolle spielt. Wo für jeden genug da ist – und eben keine künstliche Verknappung der Güter.


Das Maultier tut sich schwer mit seinem Karren, noch dazu hat es keine Leinen (Zügel) es ist führungslos ahnungslos - es muß für sich selbst entscheiden wohin es sich wenden soll und wägt noch ab. Beratung bzw. Führung von außen vertraut es nicht. Es steht nun alleine zwischen den beiden Extremen. Etwas näher am Aldi – aber doch fasziniert vom Giacometti. Den Kunstmarkt zu durchschauen und zu verstehen, stellt abseits von den hochpreisigen aber „sicheren“ Kunst Investment-Autobahnen wie Giacometti, Picasso und Co., den interessierten Kunstinvestor vor nicht zu beantwortende Fragen und Entscheidungen.

2017, ©Fiona Hernuss

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