Wer die Wahrheit spricht braucht ein schnelles Pferd

103 x 148 cm - Öl auf Leinen

2 Fotos- 1 mal das fertige Gemälde und 1 mal making of- innerhalb dessen ist unten rechts das im Text erwähnte Referenzwerk von dem „Sartosius John Nost“


Die Großbuchstaben an oberen und unteren Bildrändern stehen für die jeweiligen Anfangsbuchstaben des Zitates: „Who Speaks The Truth Needs A Fast Horse.“ Dieses Zitat ist zeitlos. Die Tendenz aus Angst vor Folgen des Ausdrucks der eigenen Wahrnehmung zu schweigen, nimmt wieder zu.

Dies arbeitet völlig gegen den gesellschaftlichen Fortschritt der letzten Jahrzehnte und ist eine bedenkliche Richtung, die wir als Menschheit vielleicht gerade einschlagen. Autoritäre Zensur schwebt wie ein Damoklesschwert, wie eh und je, über uns.

Und „Eclipse“? Was hat dieses Pferd mit der Wahrheit zu tun? Von ihm wird behauptet, er sei das schnellste Rennpferd aller Zeiten. „Eclipse“ wurde der Legende nach, am 1. April 1764 zur Sonnenfinsternis geboren.

Ein nicht besonders schöner Fuchs für das damalige Schönheitsideal eines Rennpferdes, hinten überbaut, unwillig und schwierig im Umgang. „Eclipse“ aber gewann alle seiner Rennen! Nach nur 2 Rennsaisonen nahm man ihn von der Rennbahn und gab ihn in die Zucht, denn niemand wollte mehr gegen ihn Wetten- er gewann einfach jedes Rennen.

„Eclipse“ war so schnell, daß seine Gegner oftmals im „nowhere“ das Rennen beendeten - so bezeichnete man es damals, wenn die anderen Pferde sehr weit hinter dem Sieger lagen und noch nicht einmal annähernd im Ziel waren - „Eclipse“, der Gewinner, aber schon längst. Daher der legendäre Ausspruch: „Eclipse first, and the rest nowhere.“ Auch dieses Zitat ist in seinen Anfangsbuchstaben: „E, F, A, T, R, N“ in dem Gemälde vermerkt.

Ein Gemälde aus der damaligen Zeit gemalt von einem gewissen Sartorius John Nost, stellt diesen Eclipse noch in typischer altmodischer Galoppmanier dar – eher wie ein ungelenkes Schaukelpferd. Die moderne Fotografie erst hat aufgezeigt, wie die Fußfolge in den Pferdegangarten tatsächlich abläuft. Ich habe genau dieses Pferd „Eclipse“ so gemalt, wie ich es mir heute vorstellen könnte - mit den gleichen Abzeichen und Eigentümlichkeiten des „Eclipse“ von damals - nur eben in anatomisch korrekterer Weise. In kollegialer Verneigung zu Sartorius John Nost, habe ich meinen „Eclipse“ in „seinen“ Gemäldehintergund gemalt. (Abbildung beigelegt)


Mein heutiger „Eclipse“ zeigt das Pferd eher in einer Art von erweitertem Galoppsprung – er soll Geschwindigkeit darstellen um sich vor denen zu retten, die Groll gegen die ausgesprochene Wahrheit hegen. Interessanterweise ist dieses Thema gerade in den letzten Monaten medial so „heiß“ wie wohl noch nie vertreten. Auf dem ganzen Planeten jagd die Menschheit die Menschheit selbst, weil dem jagenden Teil der Menschheit die Wahrheit nicht ins Konzept passt.

Dieses Gemälde soll zur Bewusstwerdung über Wahrheit, Aufrichtigkeit und Toleranz beitragen. Es soll diese noblen Eigenschaften unterstützen und sie tragen - möglichst ins Ziel – möglichst rasch. Symbolisch dafür, biete ich als Pferd für diesen Zweck „Eclipse“, wie er vielleicht heute aussehen würde - das schnellste Rennpferd aller Zeiten – für den, der die Wahrheit spricht.


2016, ©Fiona Hernuss

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