FAQ

Es ist schwierig einem „lebendigen“ Kunstwerk auch in dessen Onlinegleichnis gerecht zu werden, daher bemühe ich mich sehr, Ihnen die Werke hier im Shop so wahrhaftig und ausführlich wie möglich zu präsentieren und zu beschreiben.

Kaufen Sie ein Kunstwerk aus meinem SHOP bitte nur dann, wenn Sie sich in das Werk regelrecht VERLIEBT haben, und es unbedingt haben wollen - betrachten Sie es wie ein Kind - man liebt es, genauso wie es ist!

Alle Farbunebenheiten in meinen Gemälden sind beabsichtigt, erwünscht und fixer Bestandteil des jeweiligen Werkes. Von den üppigen Farbaufträgen der Alla Prima Technik (auch direkte Malerei genannt) bis hin zu den hauchdünnen Farbschichten der altmeisterlichen Lasurtechnik, ist alles auf einem einzigen Gemälde möglich!

Das Medium Bildschirm stellt rein mit Licht dar - das Medium Gemälde hingegen besteht aus physischer Farbe auf Malgrund, auf das Licht lediglich trifft. Ein leibhaftiges Ölgemälde verfügt über unendlich viel mehr an Persönlichkeit, Farbe, Textur und Substanz als eine JPG Datei, allerdings wiederum leuchtet es nicht im Dunklen…

Jeder Bildschirm, ob Smartphone, Monitor oder Laptop, stellt Information auf jedem Gerät anders dar. Lichtverhältnisse, Gerätealter, Systemeinstellungen, Schutzhüllen – sie alle beeinflussen den Eindruck, den man von einem Werk erhält. Es kann daher sein, dass das von Ihnen ausgewählte Kunstwerk in der physischen Realität Ihren online entstandenen Erwartungen nicht entsprechen mag – es kann aber ebenso sein, dass das Kunstwerk, wenn dann in Händen, Ihre Erwartungen noch übertrifft! Zweites ist viel wahrscheinlicher, weil ein Gemälde im Original ganz einfach leibt und lebt.

Ich gebe es ehrlich zu: Ich will Retouren ausschließen – und zwar auf natürlichem Wege - deswegen „haue ich mich auch so sehr ins Zeug“ mit meinen Beschreibungen.

Eine Rückabwicklung stellt durch zusätzliche Transporte nicht nur eine weitere (und bedauernswerte) Umweltbelastung dar - sie bedeutet auch Rücksendekosten für Sie, und verursacht darüber hinaus auch mir Kosten und Aufwendungen für Rückabwicklung und Wiedereinbringung in den Geschäftskreislauf.
Retouren würden diesen kleinen Shop aufgrund ihres hohen Aufwandes schlicht obsolet machen. Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und für Ihre Rücksichtnahme diesbezüglich.

Wenn Sie von einem Werk nicht völlig überzeugt sind, dann schauen Sie doch einfach zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorbei: es wird immer wieder neue Werke geben, und irgendwann wird sich sicherlich auch „Ihres“ zeigen!

Wenn Sie farblich etwas ganz Spezielles benötigen sollten, dann wäre möglicherweise besser eine Auftragsarbeit in Betracht zu ziehen. Ich empfehle dann auf jeden Fall eine vorherige Farbabstimmung durch Zusendung Ihrer Farbmuster nach Absprache: Anfrage

Die Schichten eines klassisch aufgebauten Gemäldes, bestehen idealer Weise aus: Malgrund, Verleimung, Grundierung, Ölfarbe, Malmittel und Firniss. Innerhalb dieser Komponenten besteht eine unendliche Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten und Herangehensweisen.

Hochwertige Künstlerölfarbe (wie auch ich sie verwende), hat den Vorteil hoher Pigmentdichte und Farbintensität, benötigt allerdings durch ihren Ölanteil im Bindemittel, durchaus Jahre um vollständig durchzutrocknen (Tiefentrocknung). Bei diesem Trocknungsprozess kommt es bei allen Gemälden generell und unweigerlich zu unterschiedlichen Spannungen und daher zu (meist leichten) Bewegungen zwischen und innerhalb der diversen Schichten. Man sagt dazu auch, ein Gemälde „arbeitet“.

Ein Gemälde ist also sehr komplex aufgebaut und reift unterschiedlich, je nach den vom Künstler gewählten Materialien.

Raumtemperatur, Lichteinwirkung, Umweltverschmutzung, Temperaturschwankungen, Transporte, Luftfeuchtigkeit, biochemische Wechselwirkungen - all das sind zusätzliche Faktoren und Einflüsse, die ein Gemälde und seine Komponenten in geradezu unmerklicher, konstanter Wechselwirkung stetig in Bewegung und leichter Veränderung halten. (Eine der Hauptaufgaben von Museen und Sammlungen ist es übrigens, genau diese Faktoren bestmöglich zu handhaben.) Gerade ein nach klassischer Ausbildung informierter Künstler ist sich all dessen naturgemäß bewusst und wird stets bemüht sein darum, dass dieser natürliche Prozess so unmerklich wie möglich stattfinden mag.

Keilrahmen werden meist aus Holz gefertigt und können sich mit der Zeit etwas verbiegen – dadurch verdreht sich die Leinwand leicht, so dass das Werk dann nicht mehr plan erscheint. Besonders bei starken Temperaturschwankungen in Kombination mit Keilrahmen aus nicht ausreichend getrocknetem Holz oder Holz mit vielen Ästen, kann das vermehrt vorkommen. All das liegt wortwörtlich an und in der Natur der Sache. In diesem Fall lässt man das betroffene Gemälde einfach auf einen neuen Keilrahmen aufspannen.

Bedingt vor allem durch üblicherweise nicht konstant haltbare Raumluftfeuchtigkeit und natürliche Gewebealterung, kann es dazu kommen, dass sich z.B. eine Leinwand ausdehnt und dadurch beginnt wellig zu erscheinen. Hiervon wird im professionellen Keilrahmenbau traditionell bereits ausgegangen: Schlitze für Keile in den Ecken von erweiterbar konstruierten Keilrahmen ermöglichen durch deren tieferes Einschlagen ein unkompliziertes und feines Nachspannen der Leinwand.

Über die Zeit hinweg, verschmutzt alles. Umweltbedingte Luftverschmutzung kann auch in Innenräumen verblüffend hartnäckig sein. Sollte die Reinigung eines Kunstwerkes notwendig geworden sein, gehen Sie damit bitte unbedingt zum Fachmann. Rahmenmacher sind gleichzeitig auch oft begnadete Restauratoren. Diese reinigen Ihre Kunstsammlung fachmännisch und bringen so ihr einstiges Strahlen zurück. Hier die Empfehlung meines Haus und Hof Rahmenmachers Gregor Eder von "Passpartout" in Wien:
"In den meisten Fällen kann und sollte dabei wieder ein neuer, lebensdauerverlängernder Schutzfirnis aufgetragen werden."

Größere Leinwände sollten am besten immer zu zweit getragen werden, und mit ausreichend Zeit, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Man fasst Gemälde immer so an, daß man die Leinwand selbst nicht berührt- -nur an den Seiten, wo sie über den Keilrahmen gespannt ist und hinten am Holzkreuz (Teil des Keilrahmens, der diesen stabilisiert), wenn das Format ein solches erfordert.

Für kleine und große Leinwände gleichermaßen gilt: Wenn Sie eine Gemäldeleinwand in die Hand nehmen müssen, tragen oder von der Wand nehmen wollen, dann achten Sie bitte unbedingt darauf, dass sich weder Ihre Fingerspitzen, noch die abgewinkelten Gelenke Ihrer Finger beim Ergreifen des Keilrahmens in die Rückseite des Gemäldes bohren, und dieses somit beschädigen würden.

Sie können dadurch nämlich sehr leicht spitze Dellen im Gewebe hinterlassen! Das ist der Kardinalsfehler schlechthin beim Tragen und Handling von Leinwänden.

Auch wenn Sie „nur“ eine kleine Leinwand aus einer Verpackung nehmen, nehmen Sie sich auch dafür ausreichend Zeit. Sie wissen nicht, wie das Werk verpackt wurde, an welchen Stellen die Schutzverpackung innen verklebt wurde, wie dick der Karton oder die Kiste ist, wo die Verpackung endet und wo die Leinwand beginnt. Genießen Sie das Auspacken! Drinnen ist ein Kunstwerk - ein Schatz! Schauen Sie sich alles genau an, bevor sie die Schere, oder das Messer ansetzen, um die Verpackung aufzuschneiden. Achten Sie bitte unbedingt darauf, daß Sie weder Rückseite noch Vorderseite des Kunstwerkes beim Öffnen mit Ihrem Werkzeug verletzen! Wenn möglich, und in intaktem Zustand, dann heben Sie die Verpackung des Gemäldes auf. Auch hierfür lohnt es sich, zuvor mit Sorgfalt ausgepackt zu haben. Wenn Sie das Gemälde einmal selbst transportieren müssen, umziehen, es zum Rahmenmacher bringen wollen etc. - dann ist es so gut geschützt.
Wichtig auch, vermeiden Sie es Luftpolsterfolie mit der blanken Plastikseite auf ein Ölgemälde zu legen! Das kann Abdrücke im Firniss des Gemäldes von den mit Luft gefüllten Blistern in der Folie hinterlassen. Vor allem, wenn das Gemälde über längere Zeit darin einwickelt bliebe. Gemälde lagert man nicht in Plastik – das würde eine Ansammlung von Feuchtigkeit begünstigen und dadurch Schimmelbildung. Das sind natürlich Extreme, die ich beschreibe, aber je nachdem wo ein Gemälde abgestellt wird, vom feuchten Keller bis hin zur glühend heißen Dachterrasse im Sommer, die im Winter klirrend erkaltet, alles ist möglich und ein Mittelmaß, wäre auch hier das Vernünftigste.

Wenn Sie das Gemälde ausgepackt haben, achten Sie, wie immer, auf Ihre Finger (Wie oben schon erklärt). Sie werden das Gemälde vermutlich vorerst irgendwo anlehnen wollen, damit Sie es aus der Entfernung betrachten können. Auch hier sollten Sie sehr genau darauf achten, an welchen Gegenstand Sie das Gemälde anlehnen. Es kann abrutschen und allzu leicht übersieht man Ecken und Kanten, die sich von hinten unbemerkt in das Gemälde drücken, und es damit beschädigen.
Lehnen Sie das Gemälde am besten an eine Wand an. Achten Sie darauf, daß es an beiden Enden jeweils am Keilrahmen anlehnt, und nicht am blanken Gewebe. So wird es auch nicht so leicht abrutschen oder umfallen. Seien Sie auch da behutsam, wegen der möglicherweise noch nicht abgeschlossenen Tiefentrocknung (Das Gemälde könnte bei Einwirkung abfärben.)

Bitte beachten Sie auch im Umgang mit Ihren Wänden, Gemälde können an den Seiten auch bemalt sein (wie meine) – so kann man sie ansprechender, und auch ohne Rahmung aufhängen, die Farbe an den Seiten bildet einen abschließenden Verlauf – eine natürliche Rahmung quasi. Wenn Sie mit der Kante des Gemäldes zu fest an der Wand anstreifen, z.B während des Aufhängens, dann werden Sie mit dem Gemälde unweigerlich einen Strich oder mehr an Ihre Wand malen- es ist dann wie ein großer, eckiger Buntstift- passen sie als auf, auch beim Aufhängen empfiehlt sich deswegen die Hilfe von einer zweiten Person. Wie schon zuvor erwähnt, dauert die Tieftrocknung eines Gemäldes oft sehr lange. Bei physischer Einwirkung, kann es dann natürlich leicht und länger zu einer Farbübertragung nach Aussen kommen (auch kann beim Umgang mit dem neuen Gemälde ein wenig Farbe, meist von den Seiten oder der Rückseite, auf Ihre Hände gelangen. Hände dann einfach mit Seife und Wasser abwaschen.

So bekommen Sie selbst ein wenig Künstlerfeeling!

Grundsätzlich und glücklicherweise sind qualitativ hochwertige Leinwände gar nicht so empfindlich wie man annehmen würde, vergeben einiges an Umgangsfehlern und sind robuster als man denkt, trotzdem, mit Achtsamkeit und Vorsicht kann man sich sehr viele unnötige Probleme ersparen.

Den genannten Faktoren, und unzähligen weiteren Aspekten des Kunstkaufs, sollte sich der Kunstsammler bewusst sein und muss dies in Kauf nehmen. Information und Einblick in die Materie ist ein großer Vorteil. Ich hoffe, ich konnte Sie dabei ein wenig unterstützen.

Ich verwende hochwertiges Leinen, hochwertige Künstlerölfarben, hochwertige feste Malgründe und achte bei meinen Materialien immer auf deren bestmögliche Qualität und akkurate Anwendung im Sinne der Langlebigkeit.

Die Kunstwerke, die mein Atelier verlassen, sind immer trocken genug für den ordnungsgemäßen Versand.


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