deutsch | english Painting / Malerei
Fiona Hernuss
Fiona Hernuss
MFA | Master of Fine Art (Painting/Malerei), 1998 NYAA - New York Academy of Figurative Art, New York, NY, USA
BFA | Bachelor of Fine Art (CD), 1995 Parsons School of Design, Paris, France & New York, NY, USA

paintings in oil, commissions | Ölbilder, Aufträge

Fiona Hernuss MFA, bildende Künstlerin aus Wien

Ihre klassische Malausbildung an der New York Academy of Figurative Art, aufgebaut und basierend auf dem intensiven Studium des menschlichen Aktes, hält Fiona Hernuss für „maßgeblich beteiligt an der ganzheitlichen, enormen Entwicklung“ die sie täglich in ihrem persönlichen und beruflichen Leben erfährt.

Durch diese, sehr fundierte Ausbildung um das richtige „Sehen und Verstehen von Form und Funktion“, ergab sich auch das „Erkennenlernen“ von Eindruck, Gefühl, Idee und Gedanken.
Diese Erkenntnisse in Konzepte zu verpacken und deren Verwirklichung und finale Umsetzung bis zur Vollendung zu bringen - das war und ist ein langer Weg voller Windungen, Berg- und Talfahrten. Dieser Weg aber ist es auch, der den Werken von Fiona Hernuss eben die Tiefe an Aus- und Eindruckskraft verleihen, die all ihren Arbeiten eigen sind.

Ein ungeheuerlich starker monumentaler Charakter prägt jedes noch so große oder kleine Bild in ihrem Schaffen. Jedes kann für sich selbst alleine da stehen. Ihrer Bilder agieren, wenn nötig als Einzelkämpfer. Sie sind allein stehend und in der Gruppe gleichermaßen stark und stabil. Sie sind klar und da. Egal ob das einfühlsame Hundeportrait oder die Geschichte vom Emuei, das in den Himmel geworfen ward um dadurch die Erde zu erschaffen, oder das Gummihuhn an einem Kochspagat (selbst auch im Spagat baumelnd) - sie alle sind stark und present. Sie sind da. Und sie bleiben da.

95% meiner Abeit als Malerin bestehen aus Disziplin und Fleiß. Die verbleibenden 5% sind übrig für Muse und spontane Inspiration.“ Viele Menschen denken und behaupten es ist alles (nur) Talent. Falsch. Ganz falsch. Von nichts kommt nichts. Das gilt auch für meinen Beruf. Jeder, der Erfolg hat, muß ihn sich meist sehr, sehr hart erkämpfen. Wenn etwas einfach aussieht, natürlich, leicht, ja selbstverständlich aussieht, wenn es scheinbar „leicht gelingt“- dann hat man gewonnen, aber auch viel daran ge- und erarbeitet. Das nennen dann alle „Talent“! ...Und hätten es auch gerne- weil es so mühelos und „richtig“ aussieht!“

Malst du „nur“ Tiere? Eine sehr häufig gestellte Frage. DIe Frage war immer so abwertend von Hernuss empfunden worden. Sie, die sie doch 2 Jahre fast ausschließlich den menschlichen Körper malte. Diese Frage war schwer zu beantworten. Und sie bleibt es bis heute: „Ich male für Menschen und für Tiere. Wenn ich Tiere male, dann male ich auch Menschen, dann male ich ALLES, auch Pflanzen - dann male ich einen Teil der Welt!...Mit Sicherheit werde ich auch andere Themen malen und ausstellen – alles zu seiner Zeit...“

„Als ich endlich verstand, daß Tiere zwischen Menschen Brücken schlagen können, da war das für mich wie so eine richtige Erleuchtung wohl sein muß!“ Als Fiona Hernuss diesen Gedanken, diese Idee auch wirklich verstand, richtig begriffen hatte- da ging es los. Da war ihr Weg plötzlich glasklar. Automatisch erkannte Sie ihn - und lies sich leiten, ja sie ließ sich ihn geradezu entlang schwämmen. Es führte sowieso alles dahin. Der Weg führte sie direkt wieder zu den Menschen - aber indirekt - eben über die Darstellung von Tieren.
 
„Menschen sind schon so abgestumpft, verständlich auch wenn man sich unsere Welt so ansieht, sie sehen nicht mehr hin. Sie sehen selbst mit weit offnen Augen nicht was DIREKT vor ihnen passiert - so abgestumpft sind sie bereits.“

Fiona Hernuss sucht diesen Schutzmechanismus zu durchbrechen. Und zwar ganz direkt, oder über direkte Umwege -  Wege die wachrütteln. Die erst schockieren um dann zu wirken.

„Ich hole mir das Gute, und wenn nötig auch aus dem Bösen...Ich versuche aus dem brachliegenden Elend noch etwas brauchbares herauszuholen - was noch zu retten scheint einzusammeln...“
So auch Ihr Engagement für Sharkproject.org. Die Haie sind „gefinnt“. Die Flossen abgehackt. Da gibt es ein Fotodokument - es sieht so unwirklich aus. Man müßte in Wirklichkeit auf der Stelle kotzen. Was kann man damit tun? Fiona Hernuss weiß es. Sie malt es. Sie malt das stinkende, gammelnde, faulende Flossenfleisch heraus, malt was nicht in Worte zu fassen ist: „Ich schleuse es ein - in die Herzen und wenn nötig in die sich umdrehenden Mägen der Menschen.“ Sie will, daß es gesehen werden MUß - und das tut es. Es wird gesehen. Das beste daran, sie hat es umgekehrt und für sich, für DIE SACHE eingesetzt - die Haie zu retten und damit den Planeten.

Fiona Hernuss war schon immer an anderen Blickwinkeln interessiert und von ihnen fasziniert. So malte sie zu Anfang ihrer Karriere mit großer Leidenschaft „das Schöne im Hässlichen“ - Kampfhunde mit herunterhängenden, klaffenden Lefzen, Hunde mit schlechtem Image - sie wollte eben das Schöne im Hässlichen aufzeigen - und es gelang ihr schon damals. Heute geht sie mit diesem Konzept einen riesigen Schritt weiter:
Heute setzt sie diese Faszination manchmal ein um ganz konkret etwas zu bewegen: die Haie, den Tierschutz im Alltag, den Menschenschutz in Entwicklungsländern - aber auch den vor unserer Haustüre, unzählige Projekte in den unterschiedlichsten Gebieten - sie geht systematisch an jedes heran - eins nach dem anderen. Unterwegs ist sie angewiesen auf die Unterstützung und die Aufmerksamkeit mancher Menschen - aber das macht nichts - genau darum geht es. Es geht Fiona Hernuss darum genau diese Menschen anzusprechen, die es vermögen zu helfen, etwas zu tun bzw. etwas nicht mehr zu tun. Genau darum geht es. Und es geht irgendwie ganz leicht - weil sie bewegt - ihre Kunst bewegt die Menschen.

“Jedenfalls, die Mühlen ma(h)len...!“